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Animation einer BĂŒhne in einem Stadion.

EM 2024 Power Rankings – so stark sind die Nationen aktuell

Artikel aktualisiert : 19/06/2024

Die EM 2024 in Deutschland ist ein absoluter Fußball-Leckerbissen. Viele Fans diskutieren schon seit geraumer Zeit darĂŒber, wer als Favorit ins Rennen geht und ob die AdlertrĂ€ger unter dem neuen Coach Julian Nagelsmann ein SommermĂ€rchen 2.0 schreiben können. Daher schadet es nicht, sĂ€mtliche Teilnehmer zu analysieren und  EM 2024 Power Rankings zu erstellen. Die EM-Teilnehmer sind im Folgenden chronologisch nach Wahrscheinlichkeit auf den Titel geordnet.

Top 10 im EM Power Ranking 2024

PosNationStÀrkenSchwÀchen
đŸ„‡Frankreich

Quote 4.70
➕ Breiter Kader
➕ Kylian MbappĂ©
➕ Viel Erfahrung
➖ Zu satt?
➖ Durchwachsene Form
đŸ„ˆEngland

Quote 4.25
➕ Viele Superstars
➕ Kane als TorjĂ€ger
➕ Gute Mischung
➖ Torwart-Position
➖ Selbstvertrauen
đŸ„‰Deutschland

Quote 6.05
➕ Heimvorteil
➕ Starke Startelf
➕ Ordentliche Form
➖ StĂŒrmer-Position
➖ Schlechte Erinnerungen
4Spanien

Quote 8.40
➕ Viel Talent
➕ Kommende Stars
➖ Nicht reif genug?
➖ Verletzungen
5Portugal

Quote 7.05
➕ Superstar-Bonus
➕ Gute Mischung
➖ Star ĂŒber Zenit
6Italien

Quote 14.3
➕ MentalitĂ€t
➕ Titelverteidiger
➖ Durchschnittskader
➖ Wenige Talente
7Belgien

Quote 16.30
➕ Ewiger Geheimfavorit
➕ Breite im Kader
➖ Zu viel Erfahrung?
➖ Spielerform
8Niederlande

Quote 15.90
➕ Erfahrung im Team
➕ Viel Talent
➖ Form
➖ Kein Superstar
9Kroatien

Quote 37.0
➕ Emotionen
➕ Erfahrung
➖ Altes Team
➖ Wenig Stars
10DĂ€nemark

Quote 39.0
➕ Teamgeist
➕ Zahlreiche Talente
➖ Kein Superstar

Platz 1 im Powerranking: Frankreich

Zum engen Kreis der EM Favoriten zĂ€hlen die Franzosen. Die Equipe Tricolore steht vor der Endrunde bei zwei EM-Titeln, die aber bereits einige Zeit zurĂŒckliegen: 1984 und 2000. Zwar musste man sich im Testspiel gegen Deutschland vor heimischer Kulisse ĂŒberraschend mit 0:2 geschlagen geben, allerdings warfen die Mannen um Superstar Kylian MbappĂ© an diesem Abend in Marseille nicht alles in die Waagschale. In der Qualifikation stellt die Gruppe B kein Hindernis dar und Frankreich gewann sieben der acht Spiele und verbuchte eine Tordifferenz von 29:3.

Bei der zurĂŒckliegenden Europameisterschaft wurde Le Blues ebenfalls als Favorit gehandelt, allerdings war bereits im Achtelfinale gegen die Schweiz Endstation (4:5 im Elfmeterschießen).

Der Kader ist extrem ausgewogen zusammengestellt und mit Kylian MbappĂ© hat man den aktuell wohl besten Angreifer in den eigenen Reihen – hier liegt aber auch die Gefahr: Ein mögliches Theater bezĂŒglich eines Wechsels zu Real Madrid könnte fĂŒr Unruhe innerhalb der Mannschaft sorgen.

Außerdem meint es der EM Spielplan nicht sonderlich gut mit Frankreich. Zumindest in der Gruppenphase.

Platz 2: England holt Silber

Das Finale der letzten EM-Endrunde steckt zweifelsohne noch allen englischen Fans und beteiligten Akteuren in den Knochen. Das Turnier wurde in vielen LĂ€ndern Europas ausgetragen, der große Showdown um den Titel fand aber im Wembley-Stadion in London statt. Wie soll es auch anders sein: Die Three Lions mussten sich im Elfmeterschießen geschlagen geben. Italien behielt die Nerven und ging mit 4:3 (nach Elfmeterschießen) als Champion vom Rasen. 

England ist das wertvollste Team bei der EM. Zumindest wenn es nach dem Marktwert geht. Im Durchschnitt ist jeder Spieler mehr als 50 Millionen Euro wert. Heraus ragen Jude Bellingham, Phil Foden, Bukayo Saka, Harry Kane und Declan Rice. Auch viele Buchmacher sehen die EnglĂ€nder im EM 2024 Powerranking auf der Pole Position. Und Kane als einen der großen Favoriten auf den EM 2024 TorschĂŒtzenkönig.

Der Blick auf die Historie spricht jedoch eine andere Sprache. Zudem wirkten viele englische Nationalspieler in der Vergangenheit bei großen Turnieren hĂ€ufig etwas ausgelaugt, was an dem straffen nationalen Programm mit 20 Teams in der Premier League und zwei nationalen Cups liegen dĂŒrfte.

Platz 3: Deutschland auf dem Treppchen

Nach den beiden Pleiten gegen die TĂŒrkei (2:3) und Österreich (0:2) zum Abschluss des Jahres 2023 war die Stimmung im deutschen Fußball am absoluten Tiefpunkt angekommen und kaum ein Experte setzte noch einen Pfifferling auf den Gastgeber. Dass Fußball ein schnelllebiges GeschĂ€ft ist, wurde nun wieder einmal deutlich: In den Freundschaftsspielen gegen die Niederlande (2:1) und Frankreich (2:0) fand die deutsche Fußball-Nationalmannschaft zu alter StĂ€rke zurĂŒck und Euphorie brandete auf. 

Zwar hat der Mythos, dass Deutschland eine Turniermannschaft sei, in den letzten Jahren enorm gelitten, könnte aber im Sommer neuen Glanz bekommen. Mit den Fans im RĂŒcken und einer geschlossenen Mannschaftsleistung ist die DFB-Auswahl im EM Power Ranking ganz weit vorn zu finden. 

Platz 4: Spanien

Spanien konnte sich in der Historie bereits dreimal zum Europameister krönen (1964, 2008 und 2012) und fĂŒhrt diese Tabelle zusammen mit Gastgeber Deutschland an. Aber auch in Hinblick auf Performance gibt es zwischen den beiden Teams offensichtliche Parallelen, denn La Furia Roja konnte in jĂŒngster Vergangenheit nicht mehr ĂŒberzeugen – zumindest bei Europa- oder Weltmeisterschaften.

Die Qualifikation zur Endrunde beendete man in der Gruppe A auf Rang eins, allerdings waren die HĂŒrden Schottland, Norwegen, Georgien und Zypern ĂŒberschaubar. Der Blick auf den Marktwert der Mannschaft bestĂ€tigt die Annahme, dass Spanien nicht auf dem Treppchen des EM 2024 Power Rankings steht. Auch absolute Superstars, die wichtige Spiele im Alleingang entscheiden können, sucht man auf den ersten Blick vergebens. 

Platz 5: Portugal

Die Portugiesen zĂ€hlen wie Spanien auch zum erweiterten Kreis der Favoriten im EM 2024 Powerranking und das, obwohl die Mannen um Cristiano Ronaldo im Jahr 2023 alle zehn Qualifikationsspiele siegreich gestalten konnten. Auch das TorverhĂ€ltnis mit 36:2 spricht eine deutliche Sprache und nur die Slowakei durfte 2023 ĂŒber einen Treffer gegen Portugal freuen. 

JĂŒngst hatte man Ende MĂ€rz 2024 im Testspiel in Slowenien mit 0:2 das Nachsehen und musste sich somit seit dem Ausscheiden bei der Weltmeisterschaft in Katar am 12. Oktober 2022 gegen Marokko (0:1) das erste Mal geschlagen geben. Die Formkurve ist sicherlich beeindruckend. Insbesondere die Offensive ist mit Superstars gespickt, aber in der Regel gewinnt die Defensive große Turniere – hier mangelt es bei den Portugiesen etwas.

Platz 6: Italien

Italien geht zwar als Titelverteidiger ins Rennen, allerdings ist es nur schwer vorstellbar, dass die Squadra Azzurra auch in Deutschland triumphieren kann. In Hinblick auf den Marktwert liegt man nur auf Rang fĂŒnf und durchschnittlich kostet jeder englische Akteur das Doppelte. 

Auch die Partien Mitte MĂ€rz gegen Ecuador (2:0) und Venezuela (2:1) waren, obwohl sie gewonnen wurden, wenig ĂŒberzeugend. Im Zuge der Qualifikation zur UEFA Euro Endrunde mussten sich die Italiener zweimal England geschlagen geben und vorwiegend beim Duell im Wembley Stadium vor 90.000 Fans wurde der Unterschied deutlich. Im krassen Gegensatz zu Portugal ist die Defensive das PrunkstĂŒck und in der Offensive ist noch deutlich Luft nach oben. Man darf darauf gespannt sein, ob Coach Luciano Spalletti Lösungen finden wird.

Platz 7: Belgien

Belgien ist seit Jahren ein Geheimfavorit auf den Titel, geklappt hat das allerdings noch nie. Die grĂ¶ĂŸten Erfolge der Roten Teufel waren der Olympiasieg 1920, der zweite Platz bei der Europameisterschaft 1980 und der dritte Platz bei der Weltmeisterschaft 2018. HĂ€ufig kam es innerhalb des Teams zu Unstimmigkeiten. Chef Trainer Domenico Tedesco hat im Sommer definitiv Arbeit vor sich, denn zuletzt waren die Auftritte wechselhaft: Einem schwachen 0:0 in Irland folgte ein bĂ€renstarker Auftritt in England: Erst in der 95. Minute sorgte Jude Bellingham fĂŒr den 2:2-Endstand. 

Auch wenn Belgien keinen der SpitzenplÀtze im EM 2024 Power Rankings belegt, sollte man sie unbedingt auf dem Zettel haben, denn die individuelle Klasse von Spielern wie Kevin De Bruyne, Jérémy Doku oder Loïs Openda ist bemerkenswert.

Platz 8: Niederlande

Der Rivale aus den Niederlanden darf in einem Zug mit Belgien genannt werden. Akteure wie der frisch gebackene deutsche Meister Jeremie Frimpong, Xavi Simons, Gody Gakpo oder auch Matthijs de Ligt gehören zur absoluten Weltspitze. Holland wurde 1988 zum ersten und einzigen Mal Europameister. In den Jahren 1974, 1978 und 2010 musste man sich im Finale der Weltmeisterschaft geschlagen geben. 

Generell wird deutlich, dass die momentane Form wechselhaft ist. Nach dem souverÀnen 4:0 gegen die Schotten folgte eine eher unterdurchschnittliche Vorstellung gegen Deutschland (1:2). Auch gegen Mannschaften wie Frankreich, Italien und Kroatien hatte Oranje 2023 das Nachsehen. Im Europameisterschafts Power Ranking belegt die Niederlande zurecht nur einen Platz im erweiterten Favoritenkreis. 

Platz 9: Kroatien

Jetzt folgt ein enormer Sprung: Auch wenn Kroatien bei der Weltmeisterschaft in Russland den zweiten Platz belegen konnte und 1998 und 2022 aus Frankreich respektive Katar mit der Bronzemedaille zurĂŒckkehrte, ist der erste Titel in der Historie doch sehr unwahrscheinlich. 

Der Kader wirkt etwas in die Jahre gekommen und sicherlich verfĂŒgen Spieler wie Luka Modric von Real Madrid ĂŒber eine enorme Erfahrung, zur Weltspitze ist es allerdings ein großer Unterschied. Insgesamt fehlt der Mannschaft die individuelle Klasse, um gegen Kontrahenten wie England oder Frankreich bestehen zu können. In der Vergangenheit kam es auch hĂ€ufig zu internen Querelen und Unstimmigkeiten, wenn es mal nicht ganz nach Plan lief.

Platz 10: DĂ€nemark

DĂ€nemark sicherte sich 1992 den legendĂ€ren Henri Delaunay Pokal und feierte den grĂ¶ĂŸten Titel der Historie. Superstar und StĂŒtze des Teams ist ohne Zweifel der MittelstĂŒrmer Rasmus HĂžjlund von Manchester United. Auch Joachim Andersen, Mathis Jensen und Pierre-Emile HĂžjbjerg laufen in der englischen Premier League auf.

Die DĂ€nen stehen immer fĂŒr ein sehr starkes Kollektiv und hĂ€ufig hat der enorme Teamgeist den Unterschied gemacht, allerdings zeigen die Pleiten gegen Kasachstan (2:3) und Nordirland (0:2) aus dem vergangenen Jahr, dass DĂ€nemark erneut ein großes Wunder benötigt, um ein Wörtchen im Titelkampf mitsprechen zu können.

EM Powerranking: Wem kann eine Überraschung gelingen?

Hinter den Favoriten lauern einige Teams auf ihre Chancen. Das EM Power Ranking der Außenseiter kann auch fĂŒr EM Wetten 2024 interessant sein. Hier warten hohe Quoten.

Platz 11: TĂŒrkei

Auch in Bezug auf die TĂŒrkei ist von heiterem Sonnenschein bis zum absoluten Gewitter alles dabei – nicht nur in Sachen Temperaturen. So konnte man am 18. November 2023 in Deutschland mit 3:2 als Sieger vom Rasen gehen, verlor aber im Anschluss mit 2:4 gegen Japan, mit 0:1 gegen Ungarn und gegen Österreich musste der Ball gleich sechsmal aus dem eigenen Netz geholt werden (1:6). 

Der grĂ¶ĂŸte Erfolg ist bisher Platz drei bei der Fußball-Weltmeisterschaft 2002 unter Trainer ƞenol GĂŒneƟ. Die LeistungstrĂ€ger des Teams sind Hakan Çalhanoğlu (Inter Mailand), Orkun KökĂ§ĂŒ (Benfica Lissabon) und Kenan Yıldız von Juventus Turin.

Platz 12: Schweiz

Die Eidgenossen konnten bei großen Turnieren noch nie nachhaltig fĂŒr Furore sorgen. Zwar gelang es der Schweiz, 2021 bei der Europameisterschaft Frankreich im Achtelfinale nach Elfmeterschießen auszuschalten, aber anschließend im Viertelfinale war gegen Spanien Endstation.

Auch wĂ€hrend der Qualifikation zur Endrunde blieb man hĂ€ufig hinter den eigenen Erwartungen deutlich zurĂŒck. Mit einer Bilanz von vier Siegen, fĂŒnf Remis und einer Pleite setzte man sich in einer schwach besetzten Gruppe durch. 

Manuel Akanji (Manchester City) und Granit Xhaka (Bayer 04 Leverkusen) fĂŒhren das Team an und verfĂŒgen ĂŒber internationale Erfahrung, aber ansonsten fehlt die Durchschlagskraft, um weiter oben im EM 2024 Power Ranking zu stehen.

Platz 13: Ungarn

Dominik Szoboszlai vom FC Liverpool ist sowohl KapitĂ€n als auch Dreh- und Angelpunkt des Teams. Die AbhĂ€ngigkeit vom Shootingstar ist extrem und auf dem Rasen deutlich spĂŒrbar. 

Die Qualifikation stellt fĂŒr Ungarn keine Herausforderung dar, allerdings waren die Gegner Serbien, Montenegro, Litauen und Bulgarien auch nicht zwingend Kaliber, die es auf dem Weg zum EM-Titel zu schlagen gilt. Im laufenden Jahr setzen sich die Ungarn dank geschlossener Mannschaftsleistungen mit 1:0 gegen die TĂŒrkei und 2:0 gegen den Kosovo durchsetzen.

Platz 14: Österreich

Ralf Rangnick schwingt aktuell in Österreich das Zepter und Nationaltrainer. Die Formkurve zeigt bereits seit Monaten klar nach oben: 6:1 gegen die TĂŒrkei, 2:0 gegen die Slowakei und 2:0 gegen die AdlertrĂ€ger aus Deutschland machen Hoffnung auf mehr.

Das Team lebt von einem kompakten Mittelfeld bestehend aus Konrad Laimer (FC Bayern MĂŒnchen), Xaver Schlager (RB Leipzig) und Marcel Sabitzer (Borussia Dortmund) – die komplette Achse lĂ€uft in der Bundesliga auf. Mit Blick auf den weiteren Kader gibt es aber einen deutlichen Abfall der individuellen Klasse. 

Platz 15: Ukraine

Die Nationalmannschaft ihrem schwer vom Krieg gebeutelten Land den erhofften Lichtblick und große Emotionen verschafft. Mit 2:1 und 0:1 setzte sich die Ukraine verdient gegen Island durch und qualifizierte sich fĂŒr das Turnier in Deutschland. 

„Danke Jungs. Danke an das Team. FĂŒr große Emotionen fĂŒr das ganze Land. FĂŒr einen wichtigen Sieg. Wir haben wieder einmal bewiesen: Wenn Ukrainer in Schwierigkeiten stecken, geben sie nicht auf und kĂ€mpfen weiter, bis sie gewinnen. In Zeiten, wo die Feinde versuchen, uns zu zerstören, zeigen wir jeden Tag, dass wir da sind und da sein werden“, schrieb Ukraine PrĂ€sident Wolodymyr Selenskyj bei Instagram.

Insbesondere Oleksandr Zinchenko (FC Arsenal London), Mykhaylo Mudryk ( FC Chelsea) und Goalgetter  Artem Dovbyk vom FC Girona sollten die gegnerischen Nationen auf dem Schirm haben.

Platz 16: Schottland

Am 14. Juni 2024 geht es fĂŒr Schottland im Eröffnungsspiel der EM gegen Gastgeber Deutschland. Nach den Endrunden 1992 in Schweden, 1996 in England und 2021 (verteilt ĂŒber ganz Europa) ist die kommende EM-Endrunde erst die dritte Teilnahme der Schotten. In der Historie konnte man noch nie die Gruppenphase ĂŒberstehen.

HauptsĂ€chlich in der Defensive tummeln sich einige Stars aus der englischen Premier League wie Andrew Robertson (FC Liverpool) oder Scott McTominay von Manchester United. Allerdings deuten klare Niederlagen gegen Holland (0:4), Frankreich (1:4) oder England (1:3) an, dass Schottland nicht im Konzert der Großen mithalten kann. Das Überstehen der Gruppenphase ist nicht unwahrscheinlich.

Platz 17: Serbien

Die serbische Nationalmannschaft feiert in Deutschland DebĂŒtantenball – die erste EM, bei der man mitmischt. In den Jahren 1960 bis 2006 war Serbien ein Teil der FVR/SFR Jugoslawien, der BR Jugoslawien und Serbien und Montenegro. Ganz im Gegensatz zu den Weltmeisterschaften: 2010, 2018 und 2022 war man am Start. 

Sergej Milinković-Savić und Aleksandar Mitrovic, die aktuell beide fĂŒr den Al-Hilal SFC auflaufen, verfĂŒgen ĂŒber internationale Erfahrung. Insbesondere Mitrovic, der in 89 LĂ€nderspielen bereits 57 Treffer verbuchen konnte, ist zwar brandgefĂ€hrlich, laboriert aber hĂ€ufig an Verletzungen. Zudem darf gerne das Niveau der Saudi Pro League hinterfragt werden.

Platz 18: Polen

Polen wird das EM-Quartier in Hannover aufschlagen und trifft wĂ€hrend der Vorrunde auf Frankreich, die Niederlande und Österreich – man darf gespannt sein, ob die Mannschaft um den frĂŒheren Bayern-Star Robert Lewandowski wirklich das Zeug dazu hat, die K.o.-Phase zu erreichen.

Bereits die Qualifikation war extrem mĂŒhsam und erst in den finalen Play-off-Spielen gegen Wales sicherten sich die Polen im Elfmeterschießen das letzte EM-Ticket. 2008 nahm man das erste Mal an einer Endrunde teil, schaffte aber bei vier Teilnahmen nur einmal den Sprung ins Viertelfinale.

Robert Lewandowski ragt als KapitÀn aus dem Team heraus, dass ansonsten mit wenigen wirklichen Superstars gespickt ist. Auch ein Marktwert von knapp 200 Millionen Euro ist im unteren Bereich des EM 2024 Powerrankings anzusiedeln.

Platz 19: Tschechien

FĂŒr Tschechien laufen gleich drei deutsche Meister auf: Patrik Schick, Adam Hlozek und  Matej Kovar. Ansonsten sucht man, abgesehen vom KapitĂ€n Tomas Soucek (West Ham United) und David JurĂĄsek (TSG 1899 Hoffenheim) vergeblich nach bekannten Namen. 

1996 machte Oliver Bierhoff mit seinem Golden Goal im Finale der Europameisterschaft in England Tschechiens Traum vom Titel zunichte. Der zweite Platz stellt heute noch immer den grĂ¶ĂŸten Erfolg der Geschichte dar. Bei der Endrunde 2004 in Portugal spielte sich Tschechien nochmals bis ins Halbfinale, scheiterte aber an Griechenland. 

Platz 20: RumÀnien

In den 1990er-Jahren zĂ€hlte RumĂ€nien tatsĂ€chlich zu den stĂ€rksten Mannschaften Europas, allerdings haben sich die Zeiten etwas gewandelt. Mit einem aktuellen Kader-Marktwert von unter 100 Millionen Euro liegt man an letzter Stelle zumindest in diesem Punkt. Radu Drăgușin lĂ€uft fĂŒr die Tottenham Hotspurs auf und hat alleine einen Wert von 25 Millionen Euro. Der Teamgeist sorgt aber dafĂŒr, dass die RumĂ€nen im Europameisterschaft Power Ranking nicht ganz abgeschlagen sind. 

2016 in Frankreich musste man als Gruppenletzter die Segel streichen, 2008 bei der EM in Österreich und der Schweiz konnte man Frankreich und Italien immerhin ein Remis abtrotzen (0:0 und 1:1).

Platz 21: Slowenien

Benjamin Sesko stĂŒrmt in der Bundesliga fĂŒr RB Leipzig und konnte bereits hĂ€ufig fĂŒr Furore sorgen. Mit einem Wert von 40 Millionen Euro ist der Angreifer aktuell der teuerste Akteur von Slowenien – in Sachen Bekanntheitsgrad lĂ€uft ihm zumindest aktuell noch der Keeper Jan Oblak den Rang ab. 

Mit Achtungserfolgen gegen Portugal (2:0) und die USA (1:0) in den vergangenen Freundschaftsspielen wurde den Anspruch untermauert, die K.-o.-Phase bei der anstehenden EM zu erreichen – in Gruppe C mit DĂ€nemark, Serbien und England ist das sicherlich ein realistisches Unterfangen. Neben der Teilnahme 2000 in den Niederlanden und Belgien mischt Slowenien erst zum zweiten Mal in der Geschichte von einer Endrunde mit.

Platz 22: Slowakei

Die EM im Sommer 2024 in Deutschland ist bereits die dritte Endrunde hintereinander, bei der die Slowakei am Start ist. 2021 hatte es in der Gruppe mit Spanien, Schweden und Polen aber nicht fĂŒr ein Weiterkommen gereicht. 2016 in Frankreich verlor man im Achtelfinale mit 0:3 gegen Deutschland. 

WĂ€hrend der Qualifikation verlor die Slowakei nur zwei der zehn Spiele – jeweils war Portugal eine Nummer zu groß. Die beiden defensiven Akteure DĂĄvid Hancko (Marktwert 35 Millionen Euro) von Feyenoord Rotterdam und Stanislav Lobotka (Marktwert 30 Millionen Euro) sind die AushĂ€ngeschilder des Teams.

Platz 23: Albanien

Langsam, aber sicher nĂ€hert sich das M 2024 Power Ranking dem Ende. Albanien ist bereits zum zweiten Mal nach 2016 in Frankreich bei einer EM dabei. In der Qualifikation konnte man sich gegen die favorisierten Nationen aus Tschechien und Polen durchsetzen. Die gut formierte Defensive ließ in acht Spielen nur vier Gegentreffer zu und war damit der Grundstein fĂŒr das Ticket nach Deutschland. 

Insbesondere auf den StĂŒrmer Armando Broja vom FC Fulham ruhen die offensiven Hoffnungen. Kristjan Asllani soll hingegen im Mittelfeld die Strippen ziehen und fĂŒr StabilitĂ€t sorgen. Im Jahr 1946 feierte Albanien beim Balkan-Cup seinen einzigen Titelgewinn.

Platz 24: Georgien

Die Nationalspieler Georgiens haben nach der erfolgreichen Qualifikation zur EM in Deutschland von Regierungschef Irakli Kobachidse den Ehrenorden erhalten. An der Seitenlinie steht kein Unbekannter: Der ehemalige Bayern-Profi Willy Sagnol hat seit 2021 das Sagen. Im Play-off-Duell gegen Griechenland ging es heiß her: Trotz einer Roten Karten in der Nachspielzeit der ersten Halbzeit konnte sich Georgien im Elfmeterschießen durchsetzen.

Linksaußen Khvicha Kvaratskhelia wirbelt in der Serie A fĂŒr den SSC Neapel und ist mit einem Marktwert von 80 Millionen Euro der absolute Superstar der Mannschaft. Aber auch Keeper Giorgi Mamardashvili hat den Sprung in eine europĂ€ische Topliga geschafft: Seit dem 01.01.2022 hĂŒtet er regelmĂ€ĂŸig den Kasten des FC Valencia.