Während großen Fußball-Events möchten viele Fans die Spiele nicht am heimischen Bildschirm verfolgen, sondern mit vielen Gleichgesinnte große Fanfeste feiern. Das Public Viewing gehört gerade zu einer Weltmeisterschaft einfach dazu.
Doch bei der Weltmeisterschaft im Sommer 2026 gibt es ein Problem: Die Zeitverschiebung. Ist Public Viewing bei der WM 2026 trotzdem erlaubt? Wir klären auf.
| WM Public Viewing Checkliste | Ja oder Nein? |
|---|---|
| Ist es erlaubt? | ✅ |
| Gibt es eine Sonderregel? | ✅ |
| Findet Public Vieweing am Brandenburger Tor statt? | ❌ |
| Kannst Du selbst ein Public Viewing ausrichten? | ✅ |
Bei den letzten großen Fußballturnieren fanden in den meisten größeren Städten Public-Viewing-Events statt. Das galt auch für die EM 2024 und die WM 2022. Warum also sollte Public Viewing bei der kommenden Weltmeisterschaft nicht stattfinden?
Das Problem liegt in der Zeitverschiebung. Die WM 2026 Spielorte liegen in den USA, Kanada und Mexiko. Regionen, die einige Stunden hinter der europäischen Zeitzone liegen. Sogar zwischen den Spielorten gibt es teils eine leichte Zeitverschiebung.
Viele Spiele werden nach europäischer Zeit erst spät am Abend, in der Nacht oder sogar früh am Morgen angepfiffen. Da stellt sich mit Blick auf die Nachtruhe die Frage, ob öffentliche Fanmeilen und Public Viewings erlaubt sind. Die Antwort hat mit einer Sonderregel zu tun.
Normalerweise herrscht in Deutschland von 22.00 bis 6.00 Uhr eine Lärmschutzverordnung, die Events wie Public Viewings verbietet. Fast alle Partien bei der WM 2026 fallen in diese Zeit. Die häufigsten WM 2026 Anstoßzeiten sind 21.00 Uhr, 22.00 Uhr, 0.00 Uhr und 3.00 Uhr.
Um Public Viewing bei der WM trotzdem möglich zu machen, hat das Bundeskabinett eine Ausnahmeregelung verabschiedet. Durch diese entsteht für Gemeinden und Städte die Möglichkeit, Sondergenehmigungen für nächtliche Public-Viewing-Veranstaltungen zu erhalten.
Die Genehmigungen hängen vom Einzelfall ab. Wenn eine Stadt alle Voraussetzungen erfüllt, dürfte es allerdings funktionieren. Allerdings wollen nicht alle Städte Public Viewing zur WM 2026 anbieten. Im Folgenden gehen wir einige große Städte und ihre Regelungen durch.
WM 2026 Gewinnspiele – Diese Preise sind möglich
Public Viewing bei der WM 2026: Ist es in der Nacht erlaubt?
Trotz der möglichen Ausnahmeregelung wird es zur Fußball Weltmeisterschaft 2026 deutlich weniger Public Viewing geben als noch bei der Heim-EM. Allerdings ist in den meisten großen Städten etwas geboten. Wir verschaffen Dir einen Überblick.
| 🏙️ Public Viewing in großen Städten 🏙️ | |
|---|---|
| Berlin | Kulturbrauerei am Prenzlauer Berg, Flughafen Tempelhof, Center am Potsdamer Platz |
| München | Augustiner Keller, Seehaus im Englischen Garten, Stadion an der Schleißheimer Straße |
| Köln | Die Halle Tor 2, Hafenterrasse, CBE, Aachener Weiher |
| Düsseldorf | Blumengroßmarkt |
| Hamburg | Landhaus Walter, Gasthaus Q21, Hofbräu Wirtshaus Speersort |
| Dortmund | Stadt Dortmund Fanfest im Hafengarten |
| Frankfurt | Frankfurter Botschaft, Mega Discostadl |
| Stuttgart | Biergarten Schlossgarten |
| Leipzig | Soccerworld, Champions Sports Bar |
In Berlin ist es Tradition, dass bei großen Fußball-Events gemeinschaftlich am Brandenburger Tor geguckt wird. Die größte Fanmeile Deutschlands wird es im Sommer 2026 allerdings nicht geben. Wohl vor allem wegen den Zeiten entschieden sich die früheren Veranstalter, keine Public-Viewing-Events an dem historischen Platz zu organisieren.
In der Hauptstadt wird es allerdings einige Alternativen geben. Public Viewing ist zur Weltmeisterschaft in vielen Biergärten, Bars und Eventlocations möglich. Die größten Events finden in der Kulturbrauerei am Prenzlauer Berg, im Center am Potsdamer Platz und am Flughafen Tempelhof statt.
Auch in München bleiben die ganz großen Public-Viewing-Veranstaltungen im Sommer 2026 aus. Bei der Europameisterschaft hatte es noch eine Fanmeile im Olympiapark gegeben, das wird aber nun nicht der Fall sein.
Doch auch in der bayerischen Landeshauptstadt hast Du zahlreiche Optionen, die Partien mit vielen anderen Fußballfans zu verfolgen. Gute Stimmung dürfte beispielsweise im Stadion an der Schleißheimer Straße, im Englischen Garten und im Augustiner Keller herrschen.
In Köln setzt sich der Trend fort, auch in der Domstadt gibt es keine offizielle Fanmeile geben. Viele gastronomische Betriebe haben auf diese Entscheidung reagiert und alternative Veranstaltungen ausgerufen.
Einer der größten Treffpunkte für Public Viewing wird sich in der Eventlocation Die Hallte Tor 2 befinden. Außerdem werden im CBE, in der Hafenterrasse am Schokoladenmuseum und im Aachener Weiher Leinwände aufgestellt.
In Düsseldorf hat die Stadt ebenfalls keine große Fanmeile organisiert. Da es kein städtisches Public Viewing zur WM 2026 geben wird, wurde die Verordnung für gastronomische Betriebe gelockert. So sind kleinere Public Viewings möglich.
Die wohl größten Veranstaltungen werden im Düsseldorfer Blumengroßmarkt stattfinden. Die Eventlocation wird in einen Treffpunkt für rund 400 Fans verwandelt.
In Hamburg haben sich in den letzten Jahren Massen von Fußballfans auf dem Heiligengeistfeld versammelt, wenn es um große Fußballspiele ging. Ein solches Fanfest wird es zur Weltmeisterschaft aber nicht geben.
Public Viewing zur WM ist in Hamburg stattdessen in größeren gastronomischen Betrieben möglich. Das wohl größte Event wird im Landhaus Walter im Stadtpark steigen. Auch im Gasthaus Q21 und im Hofbräu Wirtshaus in Speersort lässt es sich mit vielen anderen Fans Fußball gucken.
Das fußballverrückte Dortmund stellt eine der wenigen Städte in Deutschland dar, die eine große Fanmeile organisiert haben. Zahlreiche WM 2026 Spiele werden im Rahmen des „Stadt Dortmund Fanfests im Hafengarten“ stattfinden.
Das Public Viewing zur Weltmeisterschaft wird unter freiem Himmel und vor einer LED-Wand mit 50 Quadratmetern stattfinden. Rund 3000 Fußballfans sollen an der Quartiershalle Platz haben. Der Eintritt ist kostenlos.
Wegen der späten Anstoßzeiten wird es auch in Frankfurt keine offizielle Fanmeile geben. Bei den letzten Turnieren hatte es entsprechende Events häufig in der Innenstadt gegeben.
Im Sommer 2026 müssen Fußballfans auf Eventlocations, Biergärten und Bars ausweichen. Große Public Viewings sind unter anderem in der Frankfurter Botschaft im Westhafen und im Mega Discostadl in Alt-Sachsenhausen ausgerufen.
Die Stadt Stuttgart wird zur Weltmeisterschaft in den USA, Kanada und Mexiko kein zentrales Public Viewing anbieten. Allerdings haben die gastronomischen Betriebe mehr Rechte erhalten, um auch späte Spiele übertragen zu können.
Eines der größten Events wird im Biergarten im Schlossgarten steigen. Dort wird eine große Leinwand aufgestellt und alle wichtigen Partien werden zu sehen sein.
In Leipzig trafen sich Fußballfans bei vergangenen Turnieren häufig am Augustusplatz. Dort wird allerdings kein großes WM 2026 Public Viewing steigen. Fans müssen auf Bars, Biergärten und Eventlocations ausweichen, wie das in den meisten anderen Städten auch der Fall ist.
In der Soccerworld werden alle Spiele mit deutscher Beteiligung gezeigt. Mehr Partien kannst Du beispielsweise in der Champions Sports Bar und in der Gaststätte am Kanal verfolgen.
Um das Public Viewing für Partien mit deutscher Beteiligung zu planen, solltest Du die jeweiligen Anstoßzeiten kennen. In der WM 2026 Gruppenphase gibt es in diesem Zuge gute Nachrichten.
Die Partien der deutschen Nationalmannschaften werden nicht mitten in der Nacht stattfinden. Die erste Begegnung im Deutschland WM Spielplan gegen den Fußball-Zwerg Curacao wird um 19.00 Uhr deutscher Zeit angepfiffen. Die anderen beiden Gruppenspiele gegen die Elfenbeinküste und Ecuador beginnen jeweils um 22.00 Uhr.
| Runde ⬇️ | Datum 🗓️ | Gegner 🆚 | Anstoßzeit ⏱️ |
|---|---|---|---|
| 1. Gruppenspiel | 14. Juni 2026 | Curacao | 19.00 Uhr |
| 2. Gruppenspiel | 20. Juni 2026 | Elfenbeinküste | 22.00 Uhr |
| 3. Gruppenspiel | 25. Juni 2026 | Ecuador | 22.00 Uhr |
In Anbetracht des Ausbleibens vieler großer Fanfeste dürfte sich für viele Fußballfans die Frage stellen, ob man auch selbst ein Public Viewing zur WM 2026 ausrichten kann.
Wir haben herausgefunden: Ja, das geht! Allerdings musst Du Dich an einige Regelungen halten.
Bevor Du ein Public-Viewing-Event ins Leben rufst, musst Du Dich mit den Regelungen von 3 Parteien auseinandersetzen: mit denen der jeweiligen Stadt oder Gemeinde, mit denen des DFB und mit denen der Fifa.
Bei der Rechtslage wird es mitunter kompliziert. Klar ist, dass Du eine Genehmigung bei der FIFA und auch der Stadt einholen musst. Bei der Bewilligung kommt es auf die Rahmenbedingungen und den Einzelfall an.
Wenn die Veranstaltung nicht kommerziell ist, kann sie oftmals kostenlos veranstaltet werden. Wenn Eintritt verlangt wird, handelt es sich um ein kommerzielles Event, für das Gebühren bezahlt werden müssen.
Bei kommerziellen Public-Viewings bedarf es einer Lizenz, die bei der FIFA eingeholt werden muss. Der Weltverband des Fußballs hat klare Richtlinien, wie wir recherchieren konnten.
Bei Events bis 1000 Zuschauern liegt die Gebühr bei 1000 US-Dollar. Je größer die Veranstaltung angelegt ist, desto teurer wird es. Die Preise für die Gebühren im Überblick.
| Kategorie ⬇️ | Zuschauer 🏟️ | Gebühr 🤑 |
|---|---|---|
| 1 | Bis zu 1000 | 1000 US-Dollar |
| 2 | Zwischen 1001 und 2000 | 2000 US-Dollar |
| 3 | Zwischen 2001 und 5000 | 4000 US-Dollar |
| 4 | Zwischen 5001 und 10.000 | 8000 US-Dollar |
| 5 | 10.000+ | Ab 14.000 US-Dollar |
Die Anstoßzeiten sind für deutsche Fußballfans als andere als ideal. Die meisten Städte haben darauf reagiert, indem sie keine großen Fanfeste organisiert haben. Allerdings wrid Public Viewing zur WM 2026 trotzdem möglich sein.
Es gibt viele Eventlocations, Bars und Biergärten, die viele Fans zusammenbringen. Es ist also alles angerichtet, für hervorragende Fußball-Stimmung.
Wir fassen die wichtigsten Informationen zum Public Viewing bei der WM 2026 zusammen, im FAQ.
Ja, grundsätzlich ist es möglich, große Fanmeilen zu organisieren. Im Bundeskabinett wurde eine Ausnahmeregelung verabschiedet, die die Lärmschutzregelungen aufweicht. So können auch späte Spiele gezeigt werden.
Die meisten Großstädte haben sich gegen große Fanmeilen entschieden. Nur in Dortmund wird es ein großes städtisches Public Viewing geben.
Nein, die legendäre Fanmeile am Brandenburger Tor wird zur Weltmeisterschaft im Sommer 2026 nicht geöffnet.
Das ist möglich, sofern Du eine Lizenz von der FIFA und eine Erlaubnis Deiner Stadt erhältst. Für die Lizenz fallen eventuell Kosten an.