Am 6. Februar 2026 wurde das olympische Feuer in Mailand entzündet. Der erste Rekord kam aus deutscher Sicht schon zuvor zustande: Mehr als 130.000 Menschen beteiligten sich an der Wahl zum deutschen Fahnenträger-Duo. So viele, wie noch nie. Die Fans entschieden sich für den Eishockey-Star Leon Draisaitl und die Skispringerin Katharina Schmid.
Bei den Olympischen Winterspielen 2026 dürften allerdings noch deutlich spannendere Olympia-Rekorde aufgestellt werden. Und einige olympische Rekorde werden wohl nicht gebrochen. Wir haben zusammengetragen, welche Bestmarken rund um die Olympischen Winterspiele am meisten Eindruck machen.
| Olympische Winterspiele 2026 | |
|---|---|
| Datum | 6. bis 22. Februar 2026 |
| Ort | Mailand und Cortina d'Ampezzo |
| Sportarten | 8 |
| Disziplinen | 16 |
| Wettkämpfe | 116 |
| Athleten | 2916 |
| Nationen | 92 |

🔥 „Dabei sein ist alles“, lautet ein olympisches Motto, das es zu einiger Bekanntheit geschafft hat. 🔥
Doch für viele Athleten dürfte das nicht gelten: Sie möchten nicht nur dabei sein, sondern am Ende des Wettbewerbs auf dem Treppchen stehen und eine Medaille entgegennehmen. Gold gibt es für den Sieger, Silber für den Zweiten und Bronze für den Dritten. Doch wer hat die meisten Medaillen geholt?
Olympische Rekorde sind rund um die Medaillen in norwegischer Hand. Alle drei Athleten, die bei der Winter-Olympia acht Goldmedaillen gewonnen haben, stammen aus Norwegen. Es handelt sich um eine Skilangläuferin, einen Skilangläufer und einen Biathleten.
Wenn man die Silbermedaillen und Goldmedaillen mitrechnet, ist die Norwegerin Marit Björgen die erfolgreichste Sportlerin bei den Olympischen Winterspielen.
| Sportler | Nation | Sportart | 🥇 Gold | 🥈 Silber | 🥉 Bronze | Zeitraum |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Marit Björgen | Norwegen | Skilanglauf | 8 | 4 | 3 | 2002 bis 2018 |
| Ole Einar Björndalen | Norwegen | Biathlon | 8 | 4 | 2 | 1998 bis 2014 |
| Björn Daehlie | Norwegen | Skilanglauf | 8 | 4 | 0 | 1992 bis 1998 |
Hier findest Du auch direkt den aktuellen Medaillenspiegel bei Olympia 2026!
Die meisten Goldmedaillen bei Olympischen Winterspielen aus deutscher Sicht haben die Rennrodlerin Natalie Geisenberger und die Rennrodler Tobias Arlt und Tobias Wendl geholt. Sie standen jeweils 6-mal ganz oben auf dem Treppchen und durften die deutsche Nationalhymne hören.
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Athleten, die in mehreren Disziplinen ihrer Sportart antreten, können bei Olympischen Winterspielen mehrere Medaillen gewinnen. Ein Sportler schaffte es, bei einer Winter-Olympia 5 Goldmedaillen zu holen: der US-Amerikaner Eric Heiden.
⛸️ 1980 kam der Eisschnellläufer bei seinen Heim-Winterspielen im US-amerikanischen Lake Placid in den folgenden Disziplinen als erster Läufer ins Ziel: 500 Meter, 1000 Meter, 1500 Meter, 5000 Meter und 10.000 Meter. ⛸️
Normalerweise spezialisieren sich die Athleten auf eine Sportart, um in dieser so gut wie möglich zu werden und eine Chance auf Medaillen zu haben. Allerdings kam es manchmal vor, dass ein Athlet in mehreren Sportarten startete. Und zwei Athletinnen haben es sogar geschafft, in zwei verschiedenen Wintersportarten je mindestens eine Medaille zu holen.
Anfissa Reszowa gelang das Kunststück zuerst. Die Russin gewann in Calgary 1988 im Skilanglauf die Goldmedaille und siegte vier Jahre später in Albertville im Biathlon. Ester Ledecka gewann 2018 in Pyeongchang sogar bei denselben Winterspielen zwei Goldmedaillen in verschiedenen Sportarten. Die Tschechin triumphierte im Snowboard und Ski Alpin.
Noch außergewöhnlicher sind Olympia Rekorde, die sich rund um Athleten drehen, die bei Olympischen Winterspielen und Olympischen Sommerspielen teilgenommen haben – und auch noch Medaillen gewannen.
Insgesamt können das 8 Sportler von sich behaupten. Darunter die Christa Luding-Rothenburger, die für die DDR und Deutschland startete. Sie gewann 1988 im Bahnrad-Sprint die Silbermedaille und 1984 und 1988 Goldmedaillen im Eisschnelllauf.
Zwei Sportler können sich sowohl bei Sommerspielen als auch Winterspielen als Olympiasieger bezeichnen. Das gilt für Gillis Grafström und Edward Eagen. Während Eagen im Boxen und im Viererbob triumphierte, war Grafström nur in einer Sportart aktiv: dem Eiskunstlauf.
Warum sie trotzdem in den Rekordbüchern steht? Da Eiskunstlauf im Jahr 1920 bei den Sommerspielen stattfand.
| Athlet | Nation | Sommer-Olympia | Winter-Olympia |
|---|---|---|---|
| Gillis Grafström | Schweden | Eiskunstlauf (1920) | Eiskunstlauf (1924, 1928, 1932) |
| Edward Eagen | USA | Boxen (1920) | Viererbob (1932) |
Eine Deutsche gehört zu den Olympia-Dauerbrennern: Die Eisschnellläuferin Claudia Pechstein nahm an 8 Olympischen Winterspielen teil. Eine Marke, die nur ein anderer Sportler erreichte: der Skispringer Noriaki Kasai.
| Athlet | Nation | Sportart | Teilnahmen | Jahre |
|---|---|---|---|---|
| Claudia Pechstein | Deutschland | Eisschnelllauf | 8 | 1992, 1994, 1998, 2002, 2006, 2014, 2018, 2022 |
| Noriaki Kasai | Japan | Skispringen | 8 | 1992, 1994, 1998, 2002, 2006, 2010, 2014, 2018 |
Der größte Abstand zwischen zwei Teilnahmen an der Winter-Olympia beträgt 30 Jahre. Der Skirennfahrer Hubertus von Hohenlohe nahm 1984 in Sarajevo teil und kehrte 2014 in Sotschi zurück.
Der Mexikaner, der auch die liechtensteinische Staatsbürgerschaft besitzt, ist wohl das, was man eine schillernde Persönlichkeit nennt. Wenn er nicht auf der Piste steht, ist er auch als Fotograf und Sänger aktiv.
🏅 Eine Altersbeschränkung gibt es bei Olympischen Spielen nicht, was für außergewöhnliche olympische Rekorde sorgt. 🏅
Wir konnten kaum glauben, wie jung die jüngsten Teilnehmer und Sieger waren. Und in welchem Alter man noch Olympiasieger werden kann, ist auch nicht schlecht.
Der jüngste Teilnehmer an Olympischen Winterspielen wurde in Dresden geboren. Jan Hoffmann startete 1968 in Grenoble für die DDR im Eiskunstlauf. Da war er gerade mal 12 Jahre alt.
Die jüngste Teilnehmerin war aber noch jünger: Die Engländerin Cecilia Colledge startete 1932 in Lake Placid als Elfjährige – ebenfalls im Eiskunstlauf.
Dass man auch im gehobenen Alter noch außergewöhnliche Leistungen erbringen kann, zeigte unter anderem Carl August Kronlund. Der Schwede nahm 1924 im Alter von 58 Jahren an den Olympischen Winterspielen in Chamonix teil – und holte im Curling auch noch die Silbermedaille.
Anne Abernathy nahm im Alter von 52 Jahren an den Olympischen Winterspielen 2006 in Turin teil – und ist damit die älteste Frau bei der Winter-Olympia. Die Athletin von den Amerikanischen Jungferninseln trat beim Rennrodeln an, verletzte sich jedoch. 2016 versuchte sich Abernathy im Bogenschießen für die Olympischen Sommerspiele zu qualifizieren, scheiterte jedoch.
Kannst Du Dich erinnern, was Du mit 16 so gemacht hast? Toni Nieminen wird das bestimmt nicht vergessen, der finnische Skispringer gewann in diesem Alter die Goldmedaille bei den Olympischen Winterspielen 1992 in Albertville.
Kim Yoon-mi war sogar mehr als drei Jahre jünger als sie in Lillehammer zur Olympiasiegerin wurde. Die Südkoreanerin gewann die Goldmedaille mit ihrer Shorttrack-Staffel, ein Olympia-Rekord der Winterspiele.
| Olympiasieger | Nation | Alter | Disziplin | Jahr |
|---|---|---|---|---|
| Toni Nieminen | Finnland | 16 Jahre, 259 Tage | Skispringen | 1992 |
| Kim Yoon-mi | Südkorea | 13 Jahre, 83 Tage | Shorttrack | 1994 |
Robin Welsh darf sich als ältester Olympiasieger der Winterspiele bezeichnen. Der Brite gewann 1924 im Alter von 54 Jahren das Curling-Turnier. Interessant: Welsh hatte als junger Mann in der schottischen Rugby-Union-Nationalmannschaft gespielt.
Die älteste Olympiasiegerin bei Winterspielen ist die Russin Raissa Smetanina. Im Skilanglauf gewann sie 1992 kurz vor ihrem 40. Geburtstag Gold.
| Olympiasieger | Nation | Alter | Disziplin | Jahr |
|---|---|---|---|---|
| Robin Welsh | Großbritannien | 54 Jahre, 102 Tage | Curling | 1924 |
| Raissa Smetanina | Russland | 39 Jahre, 354 Tage | Skilanglauf | 1992 |

Vor dem Beginn der Olympischen Winterspiele 2026 grüßt Deutschland von der Spitze des ewigen Medaillenspiegels. Zumindest dann, wenn man auch die Medaillen mitrechnet, die Athleten der DDR und BRD gewonnen haben. Insgesamt holten deutsche Wintersportler 162 Goldmedaillen.
Die Verfolger des deutschen Olympia-Teams sind Norwegen und die USA. Die Norweger holten 148 Goldmedaillen, die US-Amerikaner 114.
| Nation | 🥇 Gold | 🥈 Silber | 🥉 Bronze | Gesamt |
|---|---|---|---|---|
| Deutschland | 162 | 155 | 118 | 435 |
| Norwegen | 148 | 134 | 123 | 405 |
| USA | 114 | 121 | 95 | 330 |
🏒 Nicht wirklich ein Rekord, aber dennoch eine der legendärsten Geschichten der Olympischen Winterspiele wurde 1980 in den USA geschrieben: das „Miracle on Ice“. 🏒
Der Hintergrund: Die US-amerikanische Eishockey-Nationalmannschaft gewann in Lake Placid sensationell die Goldmedaille. Ausschlaggebend war ein 4:3-Sieg der USA über die zu dieser Zeit als unschlagbar geltende Mannschaft aus der Sowjetunion. Ein Sieg, der gerade in Zeiten des Kalten Krieges enorm brisant war.
Olympische Rekorde können nicht nur sensationelle Bestmarken sein, sondern auch etwas Kurioses und womöglich Unschönes haben. So ist das bei 3 Olympia Rekorden, die wir zum Abschluss für Dich herausgesucht haben. Es handelt sich um 3 Zahlen, die eindrucksvoll sind, aber nicht unbedingt wiederholt werden müssen, wenn es nach uns geht.
Besonders kalt war es 1994 im norwegischen Lillehammer. Das Thermometer zeigte an einigen Tagen weniger als -10 Grad Celsius an. An einem Tag wurde sogar der Wert von -25 Grad Celsius gemessen.
Ein Winter-Olympia-Rekord, der bis heute (zum Glück) nicht unterboten wurde. Damals mussten sich die Athleten in Norwegen Vaseline auf das Gesicht schmieren, um keine Erfrierungen zu erleiden.
2014 sorgte Russland für die teuersten Olympischen Winterspiele aller Zeiten. Für das Event in Sotschi mussten rund 50 Milliarden US-Dollar in die Hand genommen werden – vor allem, weil die sportliche Infrastruktur fehlte. 2022 fehlte in Peking etwas ganz anderes: der Schnee. Daher mussten die Wettkämpfe komplett auf Kunstschnee stattfinden.